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  15.12.2004 12:15
 

KSK meldet sich nach Verwirrung zu Wort

das soziale Sondersystem hat sich bewährt hat und weiter bestehen

   

Nach anfänglicher Verwirrung und einer Flut von Mails im Vorfeld der öffentlichen Anhörung, meldet sich nun die KSK in einem Schreiben an die Öffentlichkeit

Text der Einladung für die Presse. Herausgeber: Die Vorsitzende der Enquete-Kommission

Enquete-Kommission ,,Kultur in Deutschland" berät über die Zukunft der Künstlersoziaikasse

Die Enquete-Kommission ,,Kultur in Deutschland" des Deutsches Bundestages befasst sich in einer öffentlichen Anhörung mit der ,,Wirtschaftlichen und sozialen Absicherung für Künstlerinnen und Künstler". Dabei wird es v.a. um die Zukunft der Künstlersozialversicherung gehen.

Die ·Künstlersozialkasse (KSK) ist ein in Europa einmaliges Modell. Künstler Verwerter und der Bund tragen gemeinsam die Verantwortung für die Altersicherung von Künstlern. Entstanden aus der ,,Künstler-Enquete" des Bundestages von 1975, ist der Fortbestand der KSK mittlerweile in Gefahr: Der Bundeszuschuss ist gesunken der Anteil der Verwerter gestiegen, finanzielle Probleme drohen.

Wie sieht also die Zukunft der KSK aus? Welche Leistungen können die Versicherten von ihr noch erwarten? Wie ist eine gerechtere Lasten- und Nutzenverteilung zu erreichen? Soll die KSK erhalten werden, kann sie überhaupt erhalten werden?

Diesen Fragen wird die Enquete-Kommission nachgehen in einer öffentlichen Anhörung am;

Montag, dem 22. November 2004, 10.00 - 14.00 Uhr,
Sitzungssaal: 4.900
Sitzungsort: Paul-Löbe-Haus, Berlin

Die Liste der eingeladenen Experten kann der Anlage entnommen werden. Besucher sind herzlich willkommen. Anmeldungen bitte unter Tel. 030/227-37708.

Veröffentlichung der Berichterstatterin für die Künstlersozialversicherung, Frau Angelika Krüger-Leissner, auf Ihrer Internetseite

Künstlersozialkasse bleibt erhalten

Zur Diskussion über die Zukunft der Künstlersozialversicherung erklärt die Berichterstatterin für die KSK in der Enquete-Kommission ,,Kultur in Deutschland", Angelika Krüger-Leißner, MdB:

Die Sorge um den Fortbestand der Künstlersozialkasse (KSK) ist unberechtigt. Dies hat die Anhörung der Enquete-Kommission ,,Kultur in Deutschland" gezeigt. Keiner der Repräsentanten aus der Kulturwirtschaft beabsichtigt, sich aus der Verantwortung für dieses Sondersystern zu stehlen.

Im Vorfeld der Anhörung waren hunderte von E-Mails bei den Kommissionsmitgljedern eingegangen. Künstlerinnen waren damit einem Aufruf gefolgt, der behauptete, der Erhalt der KSK sei von der Politik gestellt worden.

In der Tat haben sich in Zeiten konjunktureller Schwäche strukturelle Defizite bei der KSK gezeigt. Der prognostizierte Anstieg der Versichertenzahlen ist enorm. Daher müssen wir die Aufnahme in die KSK stärker als bisher kritisch beobachten um im Einzelfall restriktive Maßnahmen zu ergreifen. Zudem zielten die im Rahmen der Anhörung gesammelten Vorschläge auf Maßnahmen, die in der Lage sind, Unternehmen zur Abgabepflicht heran zu ziehen, die bislang nicht erfasst werden konnten. Ziel muss es weiterhin sein, eine Balance zwischen den Trägern der KSK - Bund, Künstler und Verwertern - zu erhalten.

Es gibt keine Alternative zur Künstlersozialversicherung. Dass dieses soziale Sondersystem sich bewährt hat und weiter bestehen wird, steht außer Frage.

 
   
   
   
   
   

 
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